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 Sebastian Lukasser, Schriftsteller, kennt Madalyn seit ihrem fünften Lebensjahr. Sie kann ihm Dinge anvertrauen, die ihre Eltern nicht verstehen würden. Jetzt ist sie vierzehn und erlebt ihre erste, ausweglos ... mehr
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Wildnis
 | Wildnis Ausgezeichnet mit dem Irish Book Award 2008, Children's Book of the Year
von Doyle, Roddy Übersetzung: Steinhöfel, Andreas ab 12 J.
2010 Cbj ISBN 978-3-570-13553-2
| 13,40 EUR (inkl. USt.) | | | Versand- oder abholbereit innerhalb 48 Stunden |
| Autorenportrait Roddy Doyle, geb. 1958 in Dublin, ist einer der bekanntesten Vertreter der neueren irischen Literatur. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Dublin.Andreas Steinhöfel, geboren 1962, Studium der Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften in Marburg. Tätig als Übersetzer, schreibt Drehbücher und rezensiert Jugendliteratur für die FAZ und DIE ZEIT. Zahlreiche Veröffentlichungen von Kinder- und Jugendbüchern mit nationaler und internationaler Auszeichnung. 2009 erhielt Andreas Steinhöfel den "Erich Kästner Preis für Literatur".
Zusatztext Überleben in der Wildnis Ein großes Abenteuer - das bedeutet für die Brüder Tom und Johnny die Reise nach Finnland, die sie mitten im Winter mit ihrer Mutter unternehmen. Um für ein paar Tage dem häuslichen Ärger mit der älteren Stieftochter zu entgehen, hat diese für sich und ihre Söhne kurzerhand eine Husky-Tour durch die finnische Wildnis gebucht. Und tatsächlich haben die Jungen in der weißen Weite und mit den Schlittenhunden einen enormen Spaß. Da passiert das Undenkbare: Ihre Mutter geht im Schnee verloren, und viel zu schnell geben die Schlittenführer die Suche auf. Nicht aber Tom und Johnny: Mit Hilfe der Huskys begeben sie sich allein auf die Suche... Spannungsvoller, meisterhaft erzählter Abenteuerroman.
Leseprobe Die beiden Jungen musterten die Augen des Hundes. "Was ist das für eine Farbe?", sagte Johnny. "Weiß nicht", sagte Tom. Die Augen ließen sich mit nichts vergleichen, was die Jungen je zuvor gesehen hatten. Für diese Farbe gab es tatsächlich keine Bezeichnung. "Blau?", sagte Tom. "Nein", sagte Johnny. "Türkis?" "Eher nicht." Der Hund starrte zurück. Die meisten anderen Hunde in der Einzäunung jaulten und machten Laute, die fast wie Worte aus einer fremden Sprache klangen. Sie zerrten an ihren Ketten, brachten sie zum Rasseln. Aber dieser Hund direkt vor ihnen war anders. Stand dort im schmutzigen Schnee, völlig unbewegt, und musterte die Jungen, sah zu Tom und dann zu Johnny, zu Tom, dann Johnny. Sie sahen gar nicht wirklich aus wie Hundeaugen. Jedenfalls glichen sie keinen Hundeaugen, wie die Jungen sie von zu Hause kannten. Viele ihrer Freunde besaßen Hunde, ihre eigene Tante sogar zwei, doch die hatten alle gewöhnliche Hundeaugen. Die Augen dieses Hundes aber, der sie gerade anstarrte, schienen zu einer völlig anderen Art von Tier zu gehören. Sie wirkten beinahe menschlich. "Es ist, als wäre jemand in ihnen gefangen", sagte Tom. Johnny nickte. Er verstand genau, was sein Bruder meinte. Sie traten einen Schritt zurück, den Blick immer noch auf den Hund gerichtet. Sie hatten Angst davor, ihm ihre Rücken zuzuwenden. Ein weiterer Schritt zurück, in den tiefen, sauberen Schnee. Noch einer, und sie stießen gegen etwas Hartes. Sie drehten sich um und sahen zu dem hünenhaftesten und breitschultrigsten Mann hoch, den sie je gesehen hatten. Der Mann türmte sich wie eine Mauer vor ihnen auf. Unmittelbar hinter ihnen stand der Hund. "Warum - seid - ihr - hier?", sagte der Mann. Johnny Griffin war schon fast zwölf und sein Bruder, Tom, war zehn. Mit ihren Eltern und ihrer Schwester wohnten sie in Dublin. Sie waren ganz normale Jungen. Und an jenem Tag, als ihre Mutter die Ankündigung machte, waren sie besonders normal. Sie saßen in der Küche und erledigten ihre Hausaufgaben. Draußen regnete es und der Regen hämmerte auf das flache Küchendach. Deshalb hörten sie den Schlüssel ihrer Mutter in der Haustür nicht und sie hörten sie auch nicht durch den Flur kommen. Sie war ganz plötzlich einfach da. Sie mochten es sowieso, wenn sie von der Arbeit nach Hause kam, aber heute war es noch besser, denn sie war klatschnass. Um ihre Füße bildete sich bereits eine Pfütze. "Bin ein bisschen nass geworden, Jungs", sagte sie. Sie schüttelte sich und große, mitgebrachte Regentropfen spritzten die Jungen voll und ließen sie aufschreien und lachen. Sie packte nach ihnen und drückte ihre Gesichter gegen ihre feuchte Jacke. Tom lachte erneut, Johnny aber nicht. Er fand, dafür sei er schon zu alt. "Lass los!", schrie er in die Jacke. "Sag bitte", sagte seine Mutter. "Nein!" Aber sie ließ ihn los, und dann auch seinen Bruder. "Wo wir hinfahren, Jungs, gibt es keinen Regen", sagte sie. Das klang interessant. "Nur Schnee." Das klang sehr interessant. Also erzählte sie ihnen, was sie heute getan hatte, während der Mittagspause. Sie war an einem Reisebüro vorbeigegangen und etwas Helles im Fenster hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie war stehen geblieben und hatte es sich angesehen. Es war ein Hügel, mitten im Fenster, aus künstlichem Schnee errichtet, und diesen Hügel fuhr ein Teddybär auf Skiern herunter. Es war Werbung für die Winterferien. "Es war wirklich albern, Jungs", sagte sie. "Der arme Teddy trug einen viel zu großen Sturzhelm und die Skier hatten sie ihm falsch herum angezogen. Aber, völlig egal, ich ging rein und buchte eine Reise für uns." "Wohin?", sagte Johnny. "Finnland." Die Jungen flippten aus. Tom schoss durch den Flur, die Treppen rauf, sprang auf die Betten, und kam wieder zurück. "Wo ist Finnland?", fragte er. Sie holten Johnnys Atlas aus der Schultasche und fanden Finnland. Ihre Mutter zeigte ihnen die Route, die sie nehmen würden. Ihre Finger glitten über Dubli
Rezension "Das Brisanteste an dem Roman ist die Parallelführung der Erzählstränge, das Spiel des tempobewussten Erzählers, der Jugendlichen handfeste Action bietet [ ] und ein literarisches Erlebnis." (NZZ am Sonntag)
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| 2 | Glattauer, Daniel; Theo |
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